Frohburger Dreieck

40 Jahre Frohburger Dreieck-Rennen

Die Idee zur Durchführung eines Straßenrennens auf dem jetzigen "Frohburger Dreieck" entstand in der Sektion Rennsport der Betriebssportgemeinschaft "Aktivist Borna" bereits 1951. Der schlechte Zustand der Strecke und die fehlenden materiellen und finanziellen Mittel ließen jegliche Bemühungen bis zum Jahre 1960 scheitern. Aber am 21. August 1960 war dann Premiere.
Der MC VVB Braunkohle Borna führte das 1. Straßenrennen für Motorräder auf dem Frohburger Dreieck durch. Der Erfolg dieser Veranstaltung war Anlass zur Gründung des MC Frohburger Dreieck am 15.09.1960.

49 Mitglieder wählten als 1. Vorsitzenden Herbert Beyerlein. Ende 1961 zählten bereits 162 Sportfreunde zu unseren Mitgliedern.
Neben dem Straßenrennen wurden Geschicklichkeitsturniere, Bildersuchfahrten und touristische Ausfahrten organisiert. Aus diesen Aktivitäten resultierte auch der 1. Freundschaftsklub, der MC Scheibenberg.
1962 ergriff unser Motorsportklub die Initiative und errichtete in wenigen Monaten eine Motocross-Strecke. Mit Hilfe vieler entstand ein 1100 Meter langer mittelschwerer Rechtskurs.

Am 1. Mai 1962 übergab der ehemalige Bürgermeister der Stadt Frohburg, Karl-Heinz Seidel, die Strecke ihrer Bestimmung und eröffnete das 1. Frohburger Motocross. Im gleichen Jahr folgte bereits die 2. Veranstaltung.
Im Mai 1975 wurde das 1. Autocross in unserer Republik zusätzlich zur Motocrossveranstaltung in unser Programm aufgenommen. Erst ab 1982 fiel aufgrund erhöhter Anforderungen vor allem an das Streckenprofil die Entscheidung, nur noch Autocrosswettbewerbe auszuschreiben.

Jährlich wurden Verbesserungen an der Strecke oder im Fahrerlager mit Hilfe unserer Mitglieder vorgenommen, so dass sie heute an internationale Anforderungen herankommt.
Doch zurück zur Entwicklung des MC.
Im April 1962 wurde der Grundstein zur Errichtung des Start- und Zielturmes gelegt. Zum 3. Frohburger Dreieckrennen konnte dieser Turm seiner Bestimmung übergeben werden. Der Erweiterungsbau zum heutigen Start- und Zielgebäude erfolgte im Zeitraum 1976-1978.

Für den 17./18. Oktober 1964 beauftragte der ADMV unseren MC mit der Durchführung des DDR-Meisterschaftsendlaufes im Trial. Wasser- und Schlammdurchfahrten in Streitwald, die steilen Hangauf und -abfahrten in Benndorf und die Hügelstrecken im Bubendorfer Schachtgebiet stellten hohe Anforderungen an die 48 Teilnehmer.

Im Mai 1965 wurden die ersten freundschaftlichen Beziehungen zu den benachbarten Klub der CSSR mit dem AMK Horice und Holice aufgenommen und durch Verträge festgeschrieben, die heute noch Gültigkeit haben.
In den Jahren bis 1967 erfreuten sich die Straßenrennen für Motorräder seitens der Aktiven und der Zuschauer zunehmender Beliebtheit. 1968 wurde das angesetzte Straßenrennen kurzfristig abgesagt, da unsere Strecke als "Heerstraße" herhalten musste.
1969 erfolgten am Motorradtrainingstag erste Testfahrten für damals existierende Formel III-Rennwagen durch Heinz Melkus. Aufgrund zu geringer Straßenbreite konnten aber erst ab 1971 auf dem Frohburger Dreieck Straßenrennen für Automobile ausgetragen werden.

Bis 1973 nahmen 13 Nationen an den internationalen Motorradrennen teil, so z. B. aus Holland, Schweiz, Australien, Neuseeland, Irland, USA, Finnland, Schweden, Belgien, England, CSSR, UdSSR und Ungarn.
Diese internationalen Straßenrennen wurden 1974 abgebrochen und durch die Einführung der Wertungsläufe um den Pokal der sozialistischen Länder abgelöst. Bis 1989 wurde auf unserer Strecke dieser Pokalwettbewerb ausgefahren.
Durch die Festschreibung der Technik und der berechtigten Teilnehmerländer in den Wettbewerbsbestimmungen war eine Stagnation in der Attraktivität eingetreten, so dass der MC von einer Fortführung solcher Veranstaltungen absah. Aus dieser Erkenntnis heraus und mit zunehmenden Möglichkeiten entschied sich die Rennleitung bereits 1989 in der Klasse bis 500 ccm für die Wiedereinführung der NSW-Beteiligung, was sich schon 1990 mit zahlreichen Nennungen aus ganz Europa in allen Motorradklassen niederschlug.

Alle Mitglieder des MC Frohburger Dreieck, insbesondere die Klub- und die Rennleitung, möchten sich ganz herzlich für die in den 40 Jahren von den Betrieben, den örtlichen Organen, den medizinischen Diensten, den Feuerwehren, anderen Motorsportklubs und allen ehrenamtlichen Helfern des Territoriums geleistete Unterstützung bedanken.
Wir wünschen uns für die Zukunft ein Fortbestehen des Frohburger Dreiecks sowie den weiteren Ausbau der Strecke, die internationalen Sicherheitsbestimmungen voll gerecht wird. Mit steigender Attraktivität der Wettbewerbe wünschen wir uns außerdem auch zunehmende Zuschauerzahlen.